Es werden zahlreiche Exkursionen (FT) angeboten, bei denen kulturelle Erfahrungen mit technischen Highlights kombiniert werden. Alle FTs befassen sich mit interessanten lokalen Lawinenproblemen und deren Lösungen.

Alle Exkursionen finden am Mittwoch den 10ten Oktober 2018 statt. Parallel zu den Exkursionen findet im Kongress Innsbruck der Public Day statt.

FTs sind in der Anzahl der Teilnehmer begrenzt und die Registrierung innerhalb des normalen Registrierungsprozesses (first come, first serves) ist obligatorisch.

Die meisten FTs werden auf Englisch gehalten. Für alle deutschsprachigen FTs wird eine Übersetzung ins Englische zur Verfügung gestellt.

Nr.
Field Trip
Ort
Zeit
Sprache
Preis
FT1
Ski resort safety management
Innsbruck, Nordkette
halbtags:
08:00 - 12:00
Englisch
25 €
FT2
Integral avalanche risk management
Stubaital
halbtags:
08:00 - 12:00
1. Sprache: Deutsch
2. Sprache: Englisch
25 €
FT3
Water and snow management in modern ski resorts
Innsbruck, Patscherkofel
halbtags:
08:00 - 12:00
1. Sprache: Deutsch
2. Sprache: Englisch
25 €
FT4
Avalanche defense structures
Innsbruck, Seegrube
ganztags:
08:00 - 17:00
Englisch
40 €
FT5
A history of multifunctional avalanche mitigation
Galtür
ganztags:
08:00 - 17:00
1. Sprache: Deutsch
2. Sprache: Englisch
40 €
FT6
Hazard and risk mapping
Innsbruck, Mühlau
ganztags:
08:00 - 17:00
1. Sprache: Deutsch
2. Sprache: Englisch
40 €
FT7
Temporary avalanche control and detection systems
Paznaun
ganztags:
08:00 - 17:00
Englisch
40 €
FT8
Snow and safety management
Stubaier Gletscher
ganztags:
08:00 - 17:00
Englisch
40 €
FT9
IT networks and decision making in ski resorts
Lech am Arlberg
ganztags:
08:00 - 17:00
Englisch
40 €
FT10
Transport infrastructure and avalanches
St. Anton am Arlberg
ganztags:
08:00 - 17:00
Englisch
40 €

 

 

 

 Ski Resort safety management

Die Nordkette ist die nördlich von Innsbruck gelegenen Bergkette. Das Skigebiet Nordkette, direkt oberhalb der Stadt, ist direkt mit der Seilbahn vom Innsbrucker Zentrum aus erreichbar, von wo aus man in ca. 40 Minuten zum höchsten Punkt (Hafelekar auf 2250 m ü.M.) fahren kann. Oben angekommen haben die Besucher einen spektakulären Blick über das Inntal und bis in die Dolomiten. Im Winter besteht an den steilen Hängen der Nordkette nicht selten Lawinengefahr, die Skifahrer und Anwohner gleichermaßen trifft. Dies erfordert somit ein kontinuierliches und professionelles Sicherheitsmanagement. Die Teilnehmer dieser Exkursion besuchen das Skigebiet und erfahren mehr über das Verkehrsmanagement, Lawinenabwehr, Zugangskontrolle sowie das gut geplante Leitsystem für das Naherholungsgebiet auf der Nordkette.

Transport & Ausrüstung
Kurze Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus / Standseilbahn), meist Wandern auf Trails / Schotterstraßen; Wanderschuhe, Regenmantel und entsprechende Kleidung bitte mitbringen

 

 

Integral avalanche risk management

Das Stubaital zeichnet sich durch seine hohen Berge aus; die zur Verfügung stehende Siedlungsfläche im engen Talboden ist gering und durch Lawinen gefährdet. So kreuzen mehr als 100 Lawinenbahnen die Zufahrt zum Stubaier Gletscherskigebiet am Talschluss. Allerdings sind nur wenige dieser Lawinenpfade durch Schneebrücken, Auffang- oder Ablenkdämme gesichert. Das Skigebiete und die malerische Landschaft locken viele Wintertouristen an, dementsprechend hoch ist auch das Verkehrsaufkommen. Auf die rund 15.000 Einwohner kommen fast 1,1 Mio. Gäste. Die Exkursion wird einige interessante Orte und Aussichtspunkte entlang des Tals besuchen, um einen Eindruck von den Herausforderungen zu geben, vor denen das Lawinenrisiko-Management steht.

Transport & Ausrüstung
Bustransport mit gelegentlichen Stopps und kurzen Spaziergängen auf dem Weg;
Bitte tragen Sie feste Schuhe und Regenmantel.

 

 

Water and snow management in modern ski resorts

Der Patscherkofel ist ein eindrucksvoller Berg südlich von Innsbruck und liegt direkt vor der Haustür der Stadt. Das Skigebiet, das mit einer modernen Beschneiungsanlage ausgestattet iist, bietet Pisten aller Schwierigkeitsgrade - vom Anfänger bis zum erfahrenen Rennfahrer. Darüber hinaus ist der Snowpark in der Nähe der Bergstation seit Jahren ein Hotspot für die Innsbrucker Freestyle-Szene und für Gäste aus aller Welt. An drei Tagen in der Woche werden die Pisten am Abend zum Nachtskifahren beleuchtet. Eine neue 10-Personen-Kabinenbahn bietet Zugang bis 1950 m ü. M.. Die vielfältigen Aktivitäten am Patscherkofel erfordern professionelles Wasser- und Schneemanagement. Der sorgsame Umgang mit Wasser- und Energieressourcen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den ökologischen und ökonomischen Erfolg des Skigebietes. Im Rahmen dieser Exkursion erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die Herausforderungen, vor denen der Pistenbetreiber bei der Planung der Beschneiungsanlage sowie der täglichen Steuerung der Beschneiung steht.

Transport & Ausrüstung
Kurze Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus / Gondel), Wandern auf Wanderwegen / Schotterstraßen;
Bitte tragen Sie feste Schuhe und Regenmantel.

 

 

Avalanche defense structures

Innsbruck, die Landeshauptstadt von Tirol, ist durch zehn Lawinenbahnen gefährdet. Der Kataster der vergangenen Ereignisse zeigt, dass einige Lawinen die Stadtrandgebiete erreicht haben. Nach einer großen Lawine im Jahr 1935 begann die Wildbach- und Lawinenverbauung mit dem Bau von Schutzmaßnahmen auf verschiedenen Lawinenpfaden. Im Auslaufbereich der Arzleralm-Lawine wurden Lawinenspaltkeile und kleine Dämme errichtet. Nach den Lawinenereignissen im Jahr 1968 wurde der Lawinenfangdamm auf seine heutige Höhe von 25 m erweitert. In den Anbruchgebieten der Rastlboden-, Gerlehner- und Gerschrofen-Lawine wurden einige Stahlstützwerke errichtet. Im Bereich der Mühllauer-Klamm-Lawine wurden in den letzten Jahren zwei Lawinenbrecher gebaut. Neben diesen technischen Maßnahmen wurden einige Aufforstungen durchgeführt, um die Schutzwirkung der Wälder zu verbessern. Wir werden diese Orte besuchen und mehr über die Lawinenschutzmaßnahmen in Innsbrucks erfahren.

Transport & Ausrüstung
Kurze Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Standseilbahn), meist Wandern auf Wegen / Schotterstraßen;
Bitte tragen Sie feste Schuhe und Regenmantel.

 

 

 A history of multifunctional avalanche mitigation

Das Paznauntal liegt im westlichen Teil Tirols; Die Ausflugsteilnehmer werden spektakuläre Ausblicke erleben, sowie Eindrücke von den dort bestehenden alpinen Naturgefahren mitbekommen. Stopps auf dem Weg durch das Tal zeigen, wie groß die Herausforderung für die Anwohner ist, den sehr begrenzten Lebensraum zu bewältigen und Kompromisse bei intensiver touristischer Nutzung einzugehen. Kurz vor dem Dorf Galtür werden wir auf einer ausgesetzte Schotterstraße hinauffahren, die direkt in das Anbruchgebiet einiger großer Lawinen führt (Wasserleiter-, Weisse Riefe und Großtallawinen). Neben den Stahlschneebrücken, die nach den großen Lawinenereignissen von 1999 in diesen Anbruchgebieten errichtet wurden, werden wir auf 2.500 ü.M. einen Lawinenfangdamm sehen. Der Blick von fast 1.000 m über die Talsohle nach Galtür vermittelt den Teilnehmern einen guten Eindruck vom Ausmaß der Lawinengefahr für das darunter liegende Dorf. In Galtür selbst werden verschiedene Lawinenschützmaßnahmen besichtigt. Gemeinsam mit Anton Mattle, Bürgermeister von Galtür, werden dort auch moderne, Schutzmaßnahmen besichtigen.

Transport & Ausrüstung
Bustransport mit gelegentlichen Stopps und kurzen Spaziergängen auf dem Weg;
Bitte tragen Sie feste Schuhe und Regenmantel.

 

 

Hazard and risk mapping

Innsbruck ist durch mehrere große Lawinen bedroht, die auf der Nordkette, einer Gebirgskette nördlich der Stadt, entstehen. Bei der Suche nach historischen Lawinendaten als Grundlage für die Gefahrenzonenkartierung von Innsbruck wurde eine umfangreiche Dokumentation häufiger Lawinenereignisse unterschiedlicher Größe für die wahrscheinlich bedeutendsten Lawinenbahn - der Arzleralm-Lawine - gefunden. Mithilfe von Extremwertstatistiken, die für hydrographische Anwendungen entwickelt wurden, gelang es, die neu gefundenen Daten mit bekannten Extremereignisdaten zusammenzuführen und so die Auslauflänge einer 150-jährigen Wiederkehrperiode zu ermitteln. Eine zusätzliche Herausforderung war die Bewertung der Auswirkungen der Schutzmaßnahmen, die im Beobachtungszeitraum errichtet wurden. Bei dieser Exkursion erfahren Sie, wie die Lawinengefahrenkartierung für Innsbruck durchgeführt wurde. Sie werden die individuellen Konstruktions- und technischen Grundlagen der Lawinenbrecher in der Mühlauerklamm-Lawine sehen und kennen lernen. Abschließend begeben wir uns auf den Gipfel der Nordkette, um die dort installierten Schneenetze zu besichtigen und die gewonnenen Erkenntnisse zu diskutieren.

Transport & Ausrüstung
Kurze Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus / Standseilbahn), meist Wandern auf Trails / Schotterstraßen; Wanderschuhe, Regenmantel und entsprechende Kleidung bitte mitbringen

 

 

Temporary avalanche control and detection systems

Die österreichische Bundesstraße B188 liegt im durch Lawinen betroffenen Paznauntal (Tirol). Aufgrund des hohen Lawinenrisikos müssen einige Abschnitte der Straße regelmäßig gesperrt werden. Da das Paznauntal hauptsächlich vom Wintertourismus lebt, ist die Schließung der einzigen Zufahrtsstraße für die Region sehr teuer. Deshalb wurden mehrere Lawinenschutzsysteme (RACS) und zwei Lawinenradaranlagen zum Schutz von zwei Hauptabschnitten dieser Straße installiert, die durch die Ulmicherbachl-, Großtal- und Hoher Zug-Lawine gefährdet sind. Die Teilnehmer besuchen diese Orte und lernen das lokale Lawinenrisiko-Management kennen.

Im zweiten Teil der Exkursion wird eine Einführung in die Lawinenschutzstrategie im Skigebiet Ischgl gegeben. Die Wege und Skilifte im Skigebiet sind durch eine Vielzahl von Lawinen gefährdet; entsprechende Maßnahmen müssen so schnell wie möglich durchgeführt werden, um einen rechtzeitigen Start des Skibetriebs zu ermöglichen. Deshalb verwenden die zuständigen Sicherheitsverantwortlichen eine Vielzahl von künstlichen Lawinenauslösemethoden, die von Handsprengungen über Hubschrauber-Sprengungen bis zu verschiedenen Arten von RACS reichen.

Transport & Ausrüstung
Bustransport mit gelegentlichen Stopps und Spaziergängen auf dem Weg;
Bitte tragen Sie feste Schuhe, Regenmantel und Sonnencreme

 

 

Snow and safety management

Das Skigebiet Stubaier Gletscher ist das größte Gletscherskigebiet in Österreich mit 108 Pistenkilometern, 26 modernen Liften und Seilbahnen und einer Transportkapazität von rd. 40.000 Personen pro Stunde. In Folge der kleiner werdenden Gletscher , ist das Schneemanagement wichtig für die Existenz des Skigebiets. Während der Gletscher bis 2002 auch für den Sommerskibetrieb genutzt werden konnte, wird das Eis in den Sommermonaten künstlich abgedeckt, um den Gletscherrückgang zu minimieren. Neben den Problemen und Risiken, die sich durch die Erderwärmung ergeben, sind Gletscherspalten - neben Lawinen - immer noch ein hohes Risiko für Gäste und Mitarbeiter.

Diese Exkursion konzentriert sich einerseits auf das Sicherheitsmanagement im Hinblick auf Gletscherspalten und Lawinengefahren im Skigebiet. Auf der anderen Seite befasst es sich mit der Produktion und dem Management von Kunstschnee. Zusätzlich stellt der Bergrettungsdienst Tirol sein entwickeltes System zur Gletscherspaltenrettung vor und simuliert ein typisches Lawinenrettungsszenario.

Transport & Ausrüstung
Kurze Fahrt (Bus und Skilift), meist Wandern auf Wegen / Schnee;
Bitte Wanderschuhe, Regenjacke, entsprechende Kleidung und Sonnencreme mitbringen

 

 

IT networks and decision making in ski resorts

Die Teilnehmer dieser Exkursion werden einen historischen und äußerst bekannten Hotspots zum Skifahren in den Alpen besuchen. Von der Entstehung des sportlichen und stilvollen Skifahrens Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur Entwicklung der ersten Lawinensprengmasten in den 80er Jahren ist man nun im digitalen Zeitalter angekommen. Im Skigebiet Lech werden Smartphones, soziale Netzwerke und IT-Kommunikation eingesetzt, um Risikoanalysen und Entscheidungen im Schnee- und Lawinen-Sicherheitsmanagement zu unterstützen. Die Teilnehmer lernen den aktuellen IT-Stand in Lech kennen und erfahren, wie die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen verschiedenen Organisationen in einem sehr großen Skigebiet funktioniert. U.a. wird eine Plattform von Ski- und Bergführern vorgestellt, die mit der Lawinendokumentation der Lawinenkommissionen  verbunden ist und den Austausch von Daten und menschlichen Beobachtungen über Apps in Echtzeit ermöglichen.

Transport & Ausrüstung
Busfahrt und Standseilbahn, meist auf Wanderwegen / Schotterstraßen;
Bitte Wanderschuhe, Regenjacke, entsprechende Kleidung und Sonnencreme mitbringen

 

 

Transport infrastructure and avalanches

Verkehrsinfrastruktur ist die Lebensader der Alpenregionen. KFZ und Eisenbahnen transportieren Menschen und wichtige Güter entlang der Täler und über Bergpässe. In Touristengebieten verursacht der An- und Abreiseverkehr häufig Staus, insbesondere an den Wochenenden. Der Arlberg wurde bereits 1884 durch den Bau der Eisenbahnlinie für den Tourismus erschlossen. Später wurde neben der Arlbergpassstraße eine hochrangige Straßenverbindung durch das Stanzer Tal gebaut. Alle diese Infrastrukturlinien sind häufig durch Lawinen gefährdet. Die Teilnehmer dieser Exkursion werden in die organisatorischen Lawinenschutzkonzepte der Infrastrukturbetreiber und Tourismusgemeinschaften im Stanzer Tal im westlichen Teil Tirols eingeführt. Der Lawinenwarndienst der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), der ASFiNAG Schnellstraßenverwaltung, der Landesstraßenverwaltung sowie der größten Tourismusgemeinde im Stanzer Tal, Sankt Anton am Arlberg, wird ihren gemeinsamen Ansatz zur Beurteilung der Lawinengefahr vorstellen. Die Verwendung meteorologischer Daten und verschiedener Schutzmaßnahmen werden ebenfalls während der Exkursion diskutiert.

Transport & Ausrüstung
Bustransport mit gelegentlichen Stopps und kurzen Spaziergängen auf dem Weg;
Bitte tragen Sie feste Schuhe und nehmen Sie einen Regenmantel mit.

 

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